Luka Markić

Nein zu höheren Schulgebühren!

Leserbrief

Am Mittwoch wird der Kantonsrat das Mittelschulgesetz behandeln. Die privaten Mittelschulen sollen pro Schüler einen höheren Beitrag vom Kanton erhalten. So weit, so gut.

Der rechtskonservative Regierungsrat hat nun bemerkt,dass er mit dieser Massnahme sein schädliches Abbauprogramm nicht mehr einhalten kann. Denn die Massnahme kostet den Kanton jährlich 1,87 Millionen Franken mehr. Da der Kanton für diese Bildungskosten nicht aufkommen will, wird der Regierungsrat die Kosten auf die Mittelschüler an den öffentlichen, kantonseigenen (!) Schulen überwälzen. Neu werden diese Schüler eine Gebühr von 700 statt 500 Franken für den Schulbesuch zahlen müssen. Das ist eine Erhöhung um satte 40 Prozent! Die kantonalen Mittelschüler haben jedoch nichts mit dem neuen Beitragssystem zu tun, zumal die Lernenden bei einer Erhöhung der Schulgelder nicht auf ein breiteres Angebot treffen. Im Gegenteil: Leistungsabbau wurde in den vergangenen Jahren gerade auch bei den kantonalen Mittelschulen betrieben. Mit der Erhöhung der Gebühren und dem weiteren Bildungsabbau macht man die eigenen Schulen nicht attraktiver. Man muss sich einmal vor Augen halten, dass Kantischüler in den meisten Nachbarkantonen (GL, NW, SG, ZG und ZH) überhaupt keine Schulgelder zahlen.

Ich finde das Vorgehen des rechtskonservativen Regierungsrats nicht korrekt. Gebühren auf minderjährige Personen überzuwälzen, die sich politisch nicht dagegen wehren können, ist unfair.

Luka Markić, SP-Kantonsrat, Pfäffikon

 

Vielfalt statt Einfalt

17.02.2015

Leserbrief

Kein einziges Parlament in der Schweiz wird nach dem relativen (einphasigen) Majorz-Wahlrecht gewählt. Dieses ist in der Schweiz nämlich gar nicht erprobt. Der einphasige Majorz wurde im Ausland erfunden und sichert dort noch heute vielen Parteien mit etwa 30 Prozent Wähleranteil eine absolute Mehrheit im Parlament (mehr als 50 Prozent der Sitze). Ein solches Wahlsystem ist unschweizerisch und wäre bei uns ein reines Experiment. Mit dem Majorz hätten wir in Zukunft keine Vielfalt sondern höchstens Einfalt im Schwyzer Kantonsrat.
Dass es der SVP mit ihrer Initiative nur um den Machtausbau geht, zeigt der Blick in die Vergangenheit. 1985 hat sie zusammen mit der FDP, SP und dem Kritischen Forum eine Initiative für ein gerechteres Wahlsystem lanciert. Komischerweise möchten die Politiker derselben Partei heute nichts mehr von dieser Initiative wissen. Interessant ist es deshalb, weil sich die SVP in anderen Kantonen, wie Nidwalden, Graubünden und Wallis, stark für den Proporz einsetzt.
Für mich ist der Fall klar: Nur der Kantonsproporz stellt sicher, dass alle Parteien und damit auch ihre Meinungen und Anschauungen gerecht nach ihrem Wähleranteil im Parlament vertreten sind. Der Proporz hat seit 1898 Tradition in unserem Kanton. Auf den Majorz können wir getrost verzichten.

Luka Markić, SP-Kantonsrat, Pfäffikon

 

 

Die Falschen profitieren

03.11.2014

Leserbrief

Theoretisch sind alle Menschen in der Schweiz vor dem Gesetz gleich. Pauschal Besteuerte sind in unserem Land jedoch besser gestellt: Diese profitieren von einem tieferen Steuersatz als gewöhnliche Steuerzahlende. Sie bezahlen auch weniger als gleich reiche Schweizer und Ausländer, die hier wohnen und einer Arbeit nachgehen. Die Pauschalsteuer untergräbt nicht nur die Steuermoral. Sie verletzt auch die in der Schweiz hochgehaltene Rechtsgleichheit massiv. Von dieser Steuer profitieren nämlich die Falschen. Business-Nomaden und Schein-Erwerblose sollen hier wie Herr und Frau Schweizer normal ihre Steuern bezahlen.
Zurzeit werden 5632 ausländische Millionärinnen und Millionäre pauschal besteuert. Das sind definitiv 5632 zu viel. Wagen wir zusammen mehr Steuergerechtigkeit. Ein JA am 30. November 2014 räumt mit Steuerprivilegien für ausländische Multimillionäre auf.

Luka Markić, SP-Kantonsrat, Pfäffikon

 

 

Initiativen für gerechtere Steuern

21.08.2014

Unter dem Motto "mehr Steuergerechtigkeit wagen" hat der ausserordentliche Parteitag der SP Kanton Schwyz am 21. August 2014 zwei Initiativen für gerechte Steuern lanciert. Als Mitinitiant unterstütze ich folgende beide Initiativen:

1. Volksinitiative "JA zu einer gerechten Dividendenbesteuerung"

Mehr Steuerertrag aus Dividenden!

Während Herr und Frau Schweizer ihr gesamtes Einkommen versteuern müssen, erhalten Grossaktionäre - also diejenigen, welche am wenigstens darauf angewiesen sind - Steuergeschenke: Sie müssen drei Viertel ihrer Dividenden nicht versteuern. Gleichzeitig steht es um den Schwyzer Finanzhaushalt schlecht. Es findet ein massiver Abbau von öffentlichen Dienstleistungen statt. Grund dafür sind die Dumpingsteuern für Wohlhabende. Der Kanton Schwyz hat nicht ein Ausgaben-, sonder ein Einnahmenproblem. Um dieses in den Griff zu bekommen, müssen wir endlich die Steuergeschenke für Reiche mindern. Deshalb: JA zu einem ausgeglichenen Finanzhaushalt.

2. Volksinitiative "JA zu einer gerechten Steuerentlastung"

Weniger Steuerlast!

Obwohl der Kanton Schwyz bekannt ist für seine tiefen Steuern, ist die Steuerlast für tiefe Einkommen fast die höchste in der Schweiz. Bereits mit einem monatlichen Einkommen von 400 Franken muss man Steuern zahlen. Wer sowieso schon unter dem Existenzminimum lebt, sollte keine Einkommenssteuer zahlen müssen - das bedeutet auch einen Abbau an unnötiger Bürokratie, denn meistens erhalten dieselben Leute wiederum Ergänzungsleistungen. Darum fordern wir eine Anhebung der Steuereintrittsgrenze auf 12'000 Franken, was dem Ansatz der umliegenden Kantone entspricht und schweizweit immer noch sehr tief ist. Deshalb: Kleinsteinkommen entlasten und Bürokratie abbauen!

Unterschriftenbögen:

 

 

 

Neuer Kantonsrat aus Freienbach

27.06.2014

Quelle: Höfner Volksblatt

Luka Markić rückt in den Kantonsrat nach

15.04.2014

Medienmitteilung der SP Freienbach

 

Mit letztem Sitzungstag am 25. Juni 2014 demissioniert SP-Kantonsrätin Verena Vanomsen, Freienbach. Obwohl sie dank eines sehr unterstützenden Umfeldes und professioneller Kinderbetreuung die Aufgabenfelder Politik, Beruf und Familie gut vereinbaren konnte, möchte die inzwischen zweifache Mutter künftig mehr Zeit für Familie und Beruf zur Verfügung haben. 

Verena Vanomsen, Primarlehrerin an der Schule Wilen, wurde unter dem Ziel "Lebensqualität für alle" 2004 ins Schwyzer Kantonsparlament gewählt. In ihrer 10-jährigen Ratstätigkeit setzte sich die Tocher einer Künstlerfamilie und Präsidentin der Kulturkommission Freienbach konsequent und mit viel Engagement für alle künstlerischen Aspekte im Kanton Schwyz ein. Ihre zweite starke Domäne war die Bildungpolitik, wo sie sich stets für attraktive Rahmenbedingungen sowohl für Schüler und Eltern wie auch für Lehrpersonen einsetzte. Des Weiteren war sie in den letzten drei Jahren Mitglied der kantonsrätlichen Rechts- und Justizkommission und pochte sachlich wie auch menschlich auf eine umfassende Klärung der Schwyzer Justizkrise.

In der Kantonsratswahl 2012 folgte Verena Vanomsen auf der Liste der sozialdemokratischen Partei Freienbach mit dem zweitbesten, sehr guten Wahlresultat Luka Markić  Pfäffikon, Student der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Markić,  Jahrgang 1991, ist Mitglied der Tiefbau- sowie der Jugendkommission der Gemeinde Freienbach. Ebenso ist er Vorstandsmitglied des kantonalen Kompetenzzentrums für Integration (komin) und Sekretär der SP Kanton Schwyz. 

SP Freienbach